…und tilg nicht unser Angedenken

Unser Vereinsmitglied Horst Schäfer gehört dem Arbeitskreis Stolpersteine in der Stadt Dietzenbach an; dieser trägt den offiziellen Namen „Arbeitskreis Aktives Gedenken in Dietzenbach“.
Er erforschte für diesen Arbeitskreis die NS-Zeit in dem 1933-1945 ca. 3500 Einwohner Dorf Dietzenbach. Seine Recherchen dienen – im Sinne historischer Bildungsarbeit – der Vorbereitung einer Buchpublikation.Er hat die Geschichte der Dietzenbacher NS-Verfolgten, über die bisher sehr wenig in Dietzenbacher Lokalchroniken nachlesbar ist, recherchiert. Dazu gehören 20 ehemals jüdische Mitbürger, 2 Euthanasieopfer und ein politisches NS-Opfer. Zu seinem Forschungsthema gehören auch ausgewählte Biographien herausgehobener NS-Akteure aus der Dietzenbacher Kommunalpolitik und auch der Zwangsarbeiter. Zum Thema der Zwangsarbeiter in Dietzenbach gibt es bisher überhaupt keine Erkenntnisse.Das Projekt soll große und wesentliche Wissenslücken über Dietzenbacher NS-Opfer und –Täter schließen und Erinnerung an schwieriges Leben im Dorf Dietzenbach im Zeitraum 1933 bis in die Nachkriegszeit bewahren. Es soll insbesondere den vergessenen ehemaligen jüdischen Mitbürgern ihre Namen und Würde zurückgeben, zum Nachdenken, zum Fragen stellen, zum Besinnen und zum Weiterrecherchieren anregen.
Das Buchprojekt wird also erstmals ausführlich die – bisher in Lokalchroniken nur marginal und sehr lückenhaft beschriebenen – Geschichten und Schicksale dieser von Dietzenbacher NS-Gewaltherrschaft verfolgten Mitbürger sowie auch die Lebensläufe herausgehobener NS-Akteure und ehemals bekannter Mitbürger verschriftlichen.Zielgruppe des Buchprojektes ist natürlich die lokale und regionale Öffentlichkeit, insbesondere aber die Schulen. Die Mitglieder des Arbeitskreises werden nach Veröffentlichung des Buches den Schülerinnen und Schülern als Gesprächs- und Diskussionspartner im Unterricht zur Verfügung stehen.
Geplant sind dann auch Begehungsaktionen der in Dietzenbach verlegten „Stolpersteine“ gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern.Vorstellung des Buches bei Neujahrsempfang des Vereins

Immer wieder berichtet Barbara Scholze in der Offenbach Post über die Schicksale der jüdischen Mitbürger Dietzenbachs.

  

 

Und Horst Schäfer berichtet immer weiter bei diversen Veranstaltungen und Anlässen über die Schicksale der jüdischen Bürger und seine Recherchen:

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, sowie der Stiftung “Miteinander Leben” des Kreises Offenbach und  dem Bundesprogramm “Demokratie leben” des BMFS für die großzügige Förderung unseres Projekts.

Mittlerweile wurden die meisten Bücher an die weiterführenden Schulen und weitere öffentliche Institutionen verteilt. An der Ernst-Reuter-Schule gab es dazu eine Lesung für die Schülerinnen und Schüler, die großes Interesse zeigten. Die örtliche Presse zitiert aus dem Buch einzelne  Lebensgeschichten.