Auch unser zweiter Interkultureller Salon in diesem Jahr fand großen Zuspruch: Rund um die jüngste Partnerstadt Kunming im Südwesten Chinas – die Stadt des Frühlings – drehte sich das Programm, das wir gemeinsam mit dem Ensemble Saitensprung und der Stadtbücherei organisiert haben.
Bürgermeister Dr. Lang erzählte die Geschichte, wie es zur Städtepartnerschaft mit der Millionenstadt Kunming kam. Er unterstrich, dass gerade kultureller Austausch und persönliche Begegnungen das Fundament lebendiger Städtefreundschaften seien. Die Verbindung, die offiziell seit dem 14. Februar 2020 besteht, soll nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern ge- und erlebt werden, was die schon erfolgten gegenseitigen Begegnungen zeigen.
Gerd Wendland, Teilnehmer der „Verschwisterungsreise“, portraitierte die Stadt Kunming, die Provinzhauptstadt der Region Yunnan ist. Diese erste Reise war der Kunst gewidmet: die Dietzenbacher Künstlerin Uschi Heusel stellte in Kunming ihr „Museum of Modern Rat“ aus und begegnete dem Künstler Luo Xu, der im Gegenzug in Dietzenbach seine Kunst zeigte. Ein Kunstwerk hängt heute im Dietzenbacher Rathaus. Besonders beeindruckend waren Auszüge aus Uschi Heusels Reisetagebuch, die leider nicht selbst an unserer Veranstaltung teilnehmen konnte.
Cengiz Hendek, der die Städtepartnerschaft Kunming im Verein für Internationale Beziehungen betreut, zeigte Gemeinsamkeiten der beiden Städte, die sich doch sehr in ihrer Größe unterscheiden, auf und berichtete über aktuelle Begegnungen – vor kurzem besuchte eine Kindergruppe aus Kunming Dietzenbach – und den Stand der Partnerschaft. Ein Reisebericht von Selver Erol von der letzten Bürgerreise und die Lesung von Karin Kiunke-Storz „Bert Brecht: Legende von der Entstehung des Tao Te King auf dem Wege des Laotse in die Emigration“ rundeten den Abend ab.
Musikalisch umrahmte das Dietzenbacher Ensemble „Saitensprung“ den Abend, die u.a. zwei chinesische Lieder im Original einstudiert hatten. Chinesische Snacks in der Pause luden zum Austausch ein.
Wir bedanken uns für den zahlreichen Besuch, das Interesse und die großzügigen Spenden, die für die Vorbereitung unseres nächsten Interkulturellen Salons am 3. November 2025 genutzt werden.
