Anlass, uns mit dem Thema zu beschäftigen, war eine Ausstellung des Deutschen Polen-Instituts dazu, die vor einiger Zeit im Kreishaus gezeigt wurde. Tatsächlich gehören Polen zur zweitgrößten Minderheit in unserer Gegend, treten aber nur selten in Erscheinung. Da nicht die komplette Ausstellung aus Platz- und Zeitgründen gezeigt werden konnte, konzentrierte sich das Vorbereitungsteam auf die Themen Literatur, Kunst und Musik.
Nach einem stimmungsvollen Auftakt mit Liedern polnischen Ursprung durch die Gruppe „Saitensprung“ begrüßten die Gastgeberinnen, Carina Dohny von der Stadtbücherei und Brigitte Huhn-Kiele als Vorsitzende des Vereins Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach die zahlreichen Gäste.
Dr. Kaluza vom Deutschen Poleninstitut in Darmstadt sprach über polnische Migranten in Deutschland und stellte anschließend prägende Persönlichkeiten der Region vor, darunter Karl Dedecius, Leopold Tyrmand und Jakob Frank („Baron von Offenbach“).
Karin Kiunke-Storz berichtete über Literatur am Beispiel von Marcel Reich-Ranicki, den sogenannten „Literaturpapst“ in Frankfurt. Gerd Wendtland stellte Antoni Kohmann, Gesangslehrer am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt, Felicie Kaschowska, Primadonna am Hoftheater Darmstadt zum Thema Musik vor und erzählte von Frédéric Chopin, der des Öfteren im Taunus zur Kur gewesen sein soll.
In der Pause gab es die Möglichkeit, sich die ausgestellten Plakate zum Thema des Salons anzuschauen, zu diskutieren und landestypische Snacks zu testen und zu genießen.
Viel zu schnell verging die Zeit, so dass der letzte Beitrag zum Thema Kunst am Beispiel der polnischen Plakatkunst nur angerissen werden konnte. So entstand der Wunsch nach einer Fortsetzung zu einem anderen Zeitpunkt.
Wir bedanken uns bei der Stadtbücherei, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und die Veranstaltungen immer tatkräftig unterstützt, dem Kreis Offenbach für die Anregung und Förderung, dem Deutschen Polen-Institut insbesondere Dr. Kaluza und natürlich beim Ensemble Saitensprung, die polnische Lieder arrangiert und einstudiert haben und dem Gastmusiker Bogdan, der das Ensemble mit seinem Spiel bereichert hat. Und Dank auch allen Helferinnen und Helfern und dem Vorbereitungsteam. Eine gelungene Veranstaltung!


