Zum Gedenken an Anne Frank: Ein Appell für Toleranz, Mut und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft

Am Freitag, den 12. Juni 2026, fand zum vierten Mal der „Anne-Frank-Gedenktag“ am Anne-Frank-Platz in Dietzenbach statt – eine Initiative des Arbeitskreises „Aktives Gedenken Dietzenbach“. 

Dieser Tag erinnert uns an Anne Franks Mut, ihre Hoffnung und ihre Botschaft der Menschlichkeit, die auch heute aktueller denn je ist. Anne Frank steht als Symbol für den unermüdlichen Einsatz für Freiheit, Toleranz und das Eintreten gegen Diskriminierung. 

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Vielfalt wächst und Herausforderungen durch Vorurteile und Intoleranz bestehen bleiben, ist ihr Vermächtnis eine wichtige Orientierung für junge Menschen und die gesamte Gesellschaft. 

Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, die Werte der Menschlichkeit lebendig zu halten und eine offene, respektvolle Gesellschaft zu fördern.

Die Veranstaltung wird getragen von starken Partnerschaften mit der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach, dem Kreisintegrationsbüro / Wir Vielfaltszentrum, dem Kreisjugendbildungswerk, dem Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau, dem Verein Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e.V. sowie dem Kreisausländerbeirat Offenbach.

Es ist wichtig uns gemeinsam an Anne Frank zu erinnern und uns für eine Zukunft einzusetzen, in der Mut, Respekt und Menschlichkeit die Grundlage unseres Zusammenlebens bilden. Dafür sind wir zusammengekommen.

Text und Fotos: Kreis-Ausländerbeirat, eigene

Besuch beim Geschichtsort Adlerwerke 11.10.26

Zwischen August 1944 und März 1945 befand sich in den Frankfurter Adlerwerken das KZ-Außenlager „Katzbach“.
1.616 Menschen mussten dort unter furchtbaren Bedingungen arbeiten, die meisten überlebten das Kriegsende nicht.
Wie andere Firmen beschäftigten auch die Adlerwerke Kriegsgefangene und ausländische Zivilarbeiter im System der
Zwangsarbeit.
Anmeldung bis 07.10.26 bei Armin Mikosch mikosch@zusammenleben-der-kulturen.de

Besuch bei der Initiative 09. November am 16.08.2026

Im Novemberpogrom 1938 wurde die jüdische Synagoge von Nationalsozialisten zerstört und 1942/43 von
französischen Zwangsarbeitern wurde darüber ein Luftschutzbunker gebaut. Fundamente der Synagoge
sind im Erdreich noch vorhanden. Im Bunker gibt es Ausstellungen zur Geschichte dieses Gedenkortes.
Anmeldung bis 12.08.26 bei Armin Mikosch mikosch@zusammenleben-der-kulturen.de

Besuch im Horváth-Zentrum 05.07.2026

In der KZ-Außenstelle Walldorf waren im Jahr 1944 1.700 ungarische Jüdinnen inhaftiert.
Sie bauten unter unmenschlichen Bedingungen die erste betonierte Rollbahn des Frankfurter Flughafens.
Anmeldung bis 01.07.26 bei Armin Mikosch mikosch@zusammenleben-der-kulturen.de

Vaisakhi Fest 2026 – Erntedankfest im Punjab

Am 25. April feierte die indische Frauengruppe zusammen mit Apna Punjab das Vaisakhi Fest, das ein religiöses Fest der Sikhs und als Erntedank gefeiert wird. Es kennzeichnet gleichzeitig den Beginn eines neuen Jahres bzw. Erntezyklus. Für Sikhs ist Vaisakhi der wichtigste Feiertag im Jahr.

Der Legende nach wurde an diesem Tag die Bruderschaft der Khalsa ins Leben gerufen. Die Khalsa sind die Reinen, die die Sikhs zu ihrem Glauben und ihre Lebensführung geleitet haben. Der 10. Sikh-Guru Gobind Singh schuf die Khalsa im Jahr 1699, indem er die ersten Sikhs in Anandpur Sahib mit Amrit, einem süßen und, wie man sagt, göttlichen Nektar, taufte. Die Khalsa machten es sich laut Überlieferung zur Aufgabe, gegen Tyrannei und religiöse Intoleranz vorzugehen.

Unser Vorstandsmitglied Angelika Weiß schildert Ihre Eindrücke des Nachmittags:

Am 25.4.26, einem Samstag, um 16 Uhr gab es wieder ein indisches Fest im Bildungshaus. Es hat einen kleinen Beitrag von 5 Euro als Eintritt gekostet, das war es aber auch wirklich wert. Die Musik war laut und für mich auch ungewohnt, aber sehr schön und interessant, auch wenn ich vom Text nichts verstanden habe. Aber am besten gefallen hat mir die Fröhlichkeit, mit der die – überwiegend – Tänzerinnen ihrer Lebensfreude Ausdruck verliehen haben. Man konnte allen ansehen, wie viel Spaß und Freude sie hatten. Manchmal sind Frauen sichtlich erschöpft vom lebendigen Tanzen, für kurze Zeit an den Rand des Tanzbereiches gegangen, um kurz zu pausieren, aber wirklich nur kurz, dann waren sie wieder dabei. Und die vielen wunderschönen Saris haben mich sehr beeindruckt. Ich wusste manchmal gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Die Saris waren die reinste Augenweide und einigen Frauen habe ich auch im Vorbeigehen zum guten Aussehen ein Kompliment ausgesprochen. Ich hätte gerne allen Komplimente gemacht, aber damit hätte ich doch nur das freudige Geschehen gestört und das wollte ich wirklich nicht. Die Freude, der Spaß, die Lebensfreude waren bei allen durchgehend zu spüren. Und von dieser Lebensfreude wurden alle mitgerissen. Ich kann für mich sagen, ich habe das Fest sehr genossen und freue mich schon jetzt darauf, wenn es wieder ein indisches Fest hier in Dietzenbach geben wird.

Konzerte „Chanson d’amour“

Der Internationale Chor hat ein anstrengendes und erfolgreiches Wochenende hinter sich: Zusammen mit dem Chor Concordia Classica aus Mühlheim-Dietesheim unter Leitung von Dirk Eisermann, der Chorleiter beider Chöre, gestalteten sie zwei Konzerte zum Thema Liebeslieder aus aller Welt. Am Samstag fand das Konzert in der katholischen Kirche St. Martin in Dietzenbach statt und am Sonntag in der Friedenskirche in Mühlheim. Beide Konzerte waren gut besucht. Die Chöre glänzten zusammen und auch jeder Chor einzeln. Und aus beiden Chören zeigten mutige Sängerinnen ihr solistisches Können. Musikalisch wurde das Programm begleitet von Mirjana Petercol.

Vielen Dank an alle Beteiligten und an die Offenbach Post, die das Konzert in Dietzenbach heute würdigten.

Interkultureller Salon: Lebenspfade – Polnische Spuren in Rhein-Main am Montag, 20.04.2026

Anlass, uns mit dem Thema zu beschäftigen, war eine Ausstellung des Deutschen Polen-Instituts dazu, die vor einiger Zeit im Kreishaus gezeigt wurde. Tatsächlich gehören Polen zur zweitgrößten Minderheit in unserer Gegend, treten aber nur selten in Erscheinung. Da nicht die komplette Ausstellung aus Platz- und Zeitgründen gezeigt werden konnte, konzentrierte sich das Vorbereitungsteam auf die Themen Literatur, Kunst und Musik.

Nach einem stimmungsvollen Auftakt mit Liedern polnischen Ursprung durch die Gruppe „Saitensprung“ begrüßten die Gastgeberinnen, Carina Dohny von der Stadtbücherei und Brigitte Huhn-Kiele als Vorsitzende des Vereins Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach die zahlreichen Gäste.

Dr. Kaluza vom Deutschen Poleninstitut in Darmstadt sprach über polnische Migranten in Deutschland und stellte anschließend prägende Persönlichkeiten der Region vor, darunter Karl Dedecius, Leopold Tyrmand und Jakob Frank („Baron von Offenbach“).

Karin Kiunke-Storz berichtete über Literatur am Beispiel von Marcel Reich-Ranicki, den sogenannten „Literaturpapst“ in Frankfurt. Gerd Wendtland stellte Antoni Kohmann, Gesangslehrer am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt, Felicie Kaschowska, Primadonna am Hoftheater Darmstadt zum Thema Musik vor und erzählte von Frédéric Chopin, der des Öfteren im Taunus zur Kur gewesen sein soll.

In der Pause gab es die Möglichkeit, sich die ausgestellten Plakate zum Thema des Salons anzuschauen, zu diskutieren und landestypische Snacks zu testen und zu genießen.

Viel zu schnell verging die Zeit, so dass der letzte Beitrag zum Thema Kunst am Beispiel der polnischen Plakatkunst nur angerissen werden konnte. So entstand der Wunsch nach einer Fortsetzung zu einem anderen Zeitpunkt.

Wir bedanken uns bei der Stadtbücherei, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und die Veranstaltungen immer tatkräftig unterstützt, dem Kreis Offenbach für die Anregung und Förderung, dem Deutschen Polen-Institut insbesondere Dr. Kaluza und natürlich beim Ensemble Saitensprung, die polnische Lieder arrangiert und einstudiert haben und dem Gastmusiker Bogdan, der das Ensemble mit seinem Spiel bereichert hat. Und Dank auch allen Helferinnen und Helfern und dem Vorbereitungsteam. Eine gelungene Veranstaltung!

Zusätzlicher Termin Repair Café

Das Repair-Café Dietzenbach wird in den Monaten Mai, Juli und September zusätzlich zu den regulären Terminen am dritten Donnerstag im Monat im Reinhard-Göpfert-Haus, drei Termine am ersten Donnerstag im Monat anbieten, die an wechselnden Orten stattfinden.

Der erste zusätzliche Termin wird am 07.05.2026, 16.00 – 19.00 h im Vereinszelt des Obst- und Gartenbauvereins, Am Stadtpark in Dietzenbach stattfinden.

Alles, was zum Repair Café transportiert werden kann, bekommt dort die Chance repariert zu werden: Kleingeräte (Haushalt, Garten etc.) manuell, elektrisch, elektronisch; Fahrradreparaturen, kleine Näharbeiten, aber auch für Fragen zu Handy und Computer sind Experten vor Ort. Und wer leckeren, selbstgebackenen Kuchen und einen Kaffee genießen möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen.

Das Team des Repair Cafés freut sich auf neue Herausforderungen!

Vorstand neu gewählt

Die Mitglieder des Vereins „Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e.V.“ haben in ihrer Mitgliederversammlung am Samstag, 28. Februar 2026 den Vorstand neu gewählt. Im Amt bestätigt wurden die erste Vorsitzende Brigitte Huhn-Kiele, die zweite Vorsitzende Gerti Röhner, die Schriftführerin Karin Kiunke-Storz, die Beisitzerinnen Perminder Kaur-Jasuja, Viney Kumari, Angelika Weiß sowie der Beisitzer Dr. Wolfgang Altenburg. Neu hinzugekommen sind die Beisitzerinnen Ola Gussmann, Karina Wust und der Beisitzer Armin Mikosch.

Die Funktion des Kassenwarts ist weiterhin vakant und wird kommissarisch von Dr. Wolfgang Altenburg besetzt. Der Verein freut sich über Menschen, die sich für die Materie interessieren und gerne ehrenamtlich im Vorstandsteam mitarbeiten wollen. Interessierte wenden sich bitte an kontakt@zusammenleben-der-kulturen.de.

Seit 25 Jahren setzt sich der Verein für die Förderung internationaler Gesinnung und Toleranz auf allen Gebieten der Kultur, des Völkerverständigungsgedanken sowie des interkulturellen Zusammenlebens in der Stadt Dietzenbach ein, unabhängig von der kulturellen, religiösen und ethnischen Zugehörigkeit ihrer Bürgerinnen und Bürger. Der Verein ist Träger für verschiedenste Projekte wie den Arbeitskreis Aktives Gedenken, Fahrradwerkstatt mit und für Geflüchtete, Mitternachtssport, Internationaler Chor, Begegnung von Seniorinnen und Senioren mit Sport und Gedächtnisspielen, internationale Frauengruppen, Repair Café etc.

Von links nach rechts: Karina Wust, Gerti Röhner, Viney Kumari, Perminder Kaur-Jesuja, Ola Gussmann, Brigitte Huhn-Kiele, Dr. Wolfgang Altenburg, Angelika Weiß, Armin Mikosch, Karin Kiunke-Storz