Interkultureller Salon „Wasser“

Gestern öffnete der Interkulturelle Salon wieder seine Türen in der Stadtbücherei. Das Thema war „Wasser“ in all seiner Vielfalt. Das Vorbereitungsteam berichtete von der Chemie des Wassers, vom unsichtbaren Wasserverbrauch, von der Bedeutung des Wassers in verschiedenen Religionen und trug eine Erzählung der Aborigines aus der Traumzeit vor. Schließlich wurde auch noch ein kurzes Quiz angeboten, in dem es u.a. um technische und architektonische Glanzleistungen ging – lange vor unserer Zeit im vorderen Orient und in Nordafrika, wo die Menschen seit Jahrtausenden mit Hitze und Trockenheit zu kämpfen haben. Wie wir heute damit umgehen, schilderte Frau Dr. Langhans, die sich in Dietzenbach für den Klimaschutz einsetzt und die dabei ist, die Stadt in Richtung Schwammstadt zu verändern.

Zwischen all den unterschiedlichen Beiträgen spielte das Ensemble Saitensprung thematisch passende Lieder wie z.B. ein Medley vom Regen.

Zufall oder nicht: Gestern hat es seit langem endlich wieder einmal geregnet…

Der nächste Interkulturelle Salon findet am 2. November 2026 um 19.30 h in der Stadtbücherei statt.

Der Interkulturelle Salon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtbücherei, dem Ensemble Saitensprung und unserem Verein. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Gedenkstättenbesuch im Horvath-Zentrum

Am Sonntag, 05.07.2026, fand der erste Gedenkstättenbesuch im Horvath-Zentrum in Mörfelden-Walldorf statt, der Teil einer Besuchsreihe zu regionalen Gedenkstätten des Naziterrors ist.

Das Horvath-Zentrum in Mörfelden-Walldorf ist ein Ort, der an das Leid von Margit Horvat und den 1.700 jüdischen Ungarinnen erinnert, die hier 1944 unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Sie bauten die erste betonierte Rollbahn. 

Die Gedenkstätte verbindet Geschichte mit Gegenwart: Ein historischer Lehrpfad (seit 2000) führt mit Informationstafeln durch die damaligen Geschehnisse, während der moderne Glasbau (seit 2016) über den Fundamentresten des Lagers errichtet wurde. Ein Bildungszentrum, in dem nicht nur erinnert wird, sondern auch diskutiert: über Rassismus, Antisemitismus und Rechtspopulismus – Themen, die heute genauso wichtig sind wie damals.

Das KZ Walldorf war ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof und bestand nur wenige Monate, vom 23. August bis 24. November 1944. Doch in dieser kurzen Zeit wurden die Häftlinge zur Zwangsarbeit am Flugplatz Rhein-Main gezwungen, einem Projekt, das als „kriegsentscheidend“ galt. Das Horvath-Zentrum hält diese Erinnerung wach und macht sie zu einer Mahnung für die Gegenwart.

Die Geschichte der Aufarbeitung zeigt eindrucksvoll der Dokumentarfilm „Die Rollbahn“ von Malte Rauch, der 2003 entstanden ist.

https://www.natzweiler.eu/alle-gedenkstätten/kz-gedenkstätte-walldorf-margit-horváth-zentrum

https://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Außenlager_Walldorf

Die nächsten Gedenkstättenbesuche sind geplant für Sonntag, 16.08.2026 (Bunker/Ehemalige Synagoge Friedberger Anlage Frankfurt) und Sonntag, 11.10.26 (Geschichtsort Adlerwerke Frankfurt).

Anmeldungen jeweils bis mittwochs vor dem angegebenen Termin an Armin Mikosch unter mikosch@zusammenleben-der-kulturen.de 

Das Repair-Café heute zu Gast bei Helete Genclik ve spor Dernegi

Zusätzlich zu den regulären Terminen im Reinhard-Göpfert-Haus jeden dritten Donnerstag des Monats, waren wir heute am ersten Donnerstag zu Gast in den schönen Räumlichkeiten des Helete Jugend- und Sportvereins. Trotz Hitze und Ferien kamen viele Besucherinnen und Besucher, um ihre Gerätschaften reparieren zu lassen, insgesamt 21. Die Highlights heute waren Kaffeemaschinen und – wen wunderts – Ventilatoren! Dazu kamen Brotschneidemaschine, diverse Elektroschrauber, Saugroboter und eine Motorsäge. Die Hälfte der Reparaturen war erfolgreich, für die anderen gibt es nur noch den Weg zum Bauhof zur Entsorgung. 

Die Wartezeit wurde mit Kaffee oder Tee und türkischem Gebäck überbrückt. Danke an Helete Genclik ve spor Dernegi für die Gastfreundschaft. Wir kommen gerne wieder! Und Danke an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, es macht immer Spaß!

Zum Gedenken an Anne Frank: Ein Appell für Toleranz, Mut und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft

Am Freitag, den 12. Juni 2026, fand zum vierten Mal der „Anne-Frank-Gedenktag“ am Anne-Frank-Platz in Dietzenbach statt – eine Initiative des Arbeitskreises „Aktives Gedenken Dietzenbach“. 

Dieser Tag erinnert uns an Anne Franks Mut, ihre Hoffnung und ihre Botschaft der Menschlichkeit, die auch heute aktueller denn je ist. Anne Frank steht als Symbol für den unermüdlichen Einsatz für Freiheit, Toleranz und das Eintreten gegen Diskriminierung. 

In einer Zeit, in der gesellschaftliche Vielfalt wächst und Herausforderungen durch Vorurteile und Intoleranz bestehen bleiben, ist ihr Vermächtnis eine wichtige Orientierung für junge Menschen und die gesamte Gesellschaft. 

Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, die Werte der Menschlichkeit lebendig zu halten und eine offene, respektvolle Gesellschaft zu fördern.

Die Veranstaltung wird getragen von starken Partnerschaften mit der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach, dem Kreisintegrationsbüro / Wir Vielfaltszentrum, dem Kreisjugendbildungswerk, dem Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau, dem Verein Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e.V. sowie dem Kreisausländerbeirat Offenbach.

Es ist wichtig uns gemeinsam an Anne Frank zu erinnern und uns für eine Zukunft einzusetzen, in der Mut, Respekt und Menschlichkeit die Grundlage unseres Zusammenlebens bilden. Dafür sind wir zusammengekommen.

Text und Fotos: Kreis-Ausländerbeirat, eigene

Besuch beim Geschichtsort Adlerwerke 11.10.26

Zwischen August 1944 und März 1945 befand sich in den Frankfurter Adlerwerken das KZ-Außenlager „Katzbach“.
1.616 Menschen mussten dort unter furchtbaren Bedingungen arbeiten, die meisten überlebten das Kriegsende nicht.
Wie andere Firmen beschäftigten auch die Adlerwerke Kriegsgefangene und ausländische Zivilarbeiter im System der
Zwangsarbeit.
Anmeldung bis 07.10.26 bei Armin Mikosch mikosch@zusammenleben-der-kulturen.de

Besuch bei der Initiative 09. November am 16.08.2026

Im Novemberpogrom 1938 wurde die jüdische Synagoge von Nationalsozialisten zerstört und 1942/43 von
französischen Zwangsarbeitern wurde darüber ein Luftschutzbunker gebaut. Fundamente der Synagoge
sind im Erdreich noch vorhanden. Im Bunker gibt es Ausstellungen zur Geschichte dieses Gedenkortes.
Anmeldung bis 12.08.26 bei Armin Mikosch mikosch@zusammenleben-der-kulturen.de

Besuch im Horváth-Zentrum 05.07.2026

In der KZ-Außenstelle Walldorf waren im Jahr 1944 1.700 ungarische Jüdinnen inhaftiert.
Sie bauten unter unmenschlichen Bedingungen die erste betonierte Rollbahn des Frankfurter Flughafens.
Anmeldung bis 01.07.26 bei Armin Mikosch mikosch@zusammenleben-der-kulturen.de

Vaisakhi Fest 2026 – Erntedankfest im Punjab

Am 25. April feierte die indische Frauengruppe zusammen mit Apna Punjab das Vaisakhi Fest, das ein religiöses Fest der Sikhs und als Erntedank gefeiert wird. Es kennzeichnet gleichzeitig den Beginn eines neuen Jahres bzw. Erntezyklus. Für Sikhs ist Vaisakhi der wichtigste Feiertag im Jahr.

Der Legende nach wurde an diesem Tag die Bruderschaft der Khalsa ins Leben gerufen. Die Khalsa sind die Reinen, die die Sikhs zu ihrem Glauben und ihre Lebensführung geleitet haben. Der 10. Sikh-Guru Gobind Singh schuf die Khalsa im Jahr 1699, indem er die ersten Sikhs in Anandpur Sahib mit Amrit, einem süßen und, wie man sagt, göttlichen Nektar, taufte. Die Khalsa machten es sich laut Überlieferung zur Aufgabe, gegen Tyrannei und religiöse Intoleranz vorzugehen.

Unser Vorstandsmitglied Angelika Weiß schildert Ihre Eindrücke des Nachmittags:

Am 25.4.26, einem Samstag, um 16 Uhr gab es wieder ein indisches Fest im Bildungshaus. Es hat einen kleinen Beitrag von 5 Euro als Eintritt gekostet, das war es aber auch wirklich wert. Die Musik war laut und für mich auch ungewohnt, aber sehr schön und interessant, auch wenn ich vom Text nichts verstanden habe. Aber am besten gefallen hat mir die Fröhlichkeit, mit der die – überwiegend – Tänzerinnen ihrer Lebensfreude Ausdruck verliehen haben. Man konnte allen ansehen, wie viel Spaß und Freude sie hatten. Manchmal sind Frauen sichtlich erschöpft vom lebendigen Tanzen, für kurze Zeit an den Rand des Tanzbereiches gegangen, um kurz zu pausieren, aber wirklich nur kurz, dann waren sie wieder dabei. Und die vielen wunderschönen Saris haben mich sehr beeindruckt. Ich wusste manchmal gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Die Saris waren die reinste Augenweide und einigen Frauen habe ich auch im Vorbeigehen zum guten Aussehen ein Kompliment ausgesprochen. Ich hätte gerne allen Komplimente gemacht, aber damit hätte ich doch nur das freudige Geschehen gestört und das wollte ich wirklich nicht. Die Freude, der Spaß, die Lebensfreude waren bei allen durchgehend zu spüren. Und von dieser Lebensfreude wurden alle mitgerissen. Ich kann für mich sagen, ich habe das Fest sehr genossen und freue mich schon jetzt darauf, wenn es wieder ein indisches Fest hier in Dietzenbach geben wird.

Konzerte „Chanson d’amour“

Der Internationale Chor hat ein anstrengendes und erfolgreiches Wochenende hinter sich: Zusammen mit dem Chor Concordia Classica aus Mühlheim-Dietesheim unter Leitung von Dirk Eisermann, der Chorleiter beider Chöre, gestalteten sie zwei Konzerte zum Thema Liebeslieder aus aller Welt. Am Samstag fand das Konzert in der katholischen Kirche St. Martin in Dietzenbach statt und am Sonntag in der Friedenskirche in Mühlheim. Beide Konzerte waren gut besucht. Die Chöre glänzten zusammen und auch jeder Chor einzeln. Und aus beiden Chören zeigten mutige Sängerinnen ihr solistisches Können. Musikalisch wurde das Programm begleitet von Mirjana Petercol.

Vielen Dank an alle Beteiligten und an die Offenbach Post, die das Konzert in Dietzenbach heute würdigten.